HVS-Pokalfinalspiele mit zwei neuen Siegern

Vor Stimmungsvoller Kulisse setzt Judith Claassen von der siegreichen HSG Neudorf/Döbeln zu einem ihrer fünf Treffer im Pokalfinale der Frauen an. Foto: Isabel Benkert

Diesmal war die Fanpower besonders groß und beeindruckend – bei zwei neuen Pokalsiegern

 

Frauen-Endspiel: HSG Neudorf/Döbeln – Turbine Leipzig         33:12 (19:7)

Im diesjährigen finale gab es mit den Döbelnerinnen einen klaren Favoriten. Die HSG-Frauen wurden ihrer vorgedachten Rolle vollauf gerecht und ließen von Beginn an nichts anbrennen. Schon ihre Teilnahme am Finale sorgte für viel Power auch von den Rängen. Diese waren gut, auch mit Leipziger Fans besetzt. Die Gastgeberinnen unter Trainer Daniel Reddiger konnten naturgemäß auf den größeren Rückhalt im Publikum rechnen. Sie hatten vor allem ein Ziel: Endlich Pokalsieger sein, was auf den Siegershirts auch ankam. Da hieß es „Wurde auch Zeit“. Immerhin konnte in den vorangegangenen vier Finalteilnahmen immer nur Silber erreicht, nie der Pott geholt. Umso größer waren am Ende Jubel und Feiern. Trotz der klaren, nicht unerwarteten Niederlage feierten auch die „Tur-Bienen“ ausgiebig. Immerhin hatten sie im Vorfeld Top-Leistungen gezeigt und immerhin zwei der Sachsenligisten eliminiert. Unter den Vorzeichen des Finals konnte dann aber nicht noch einmal die Leistung abgerufen und aufs Parkett gebracht werden.

 

Männer-Endspiel: SG Leipzig III – SG Cunewalde/Sohland        22:30 (11:13)

 

Die Cunewalder hatten einen absoluten Matchplan und wollten unbedingt den Pott. Hatten sie den im Vorjahr knapp verpasst, so wollten sie sich dafür diesmal schadlos halten. Dementsprechend war auch die Unterstützung der Fans. Die legten von Beginn an eine eindrucksvolle Performance hin. Auf der Platte mussten es die Männer von Carsten John selbst richten – und wie sie das machten. Von Beginn an spielten sie volles Risiko und versuchten mit Tempo den Ligakonkurrenten auszuhebeln. Der hielt lange Zeit mit, musste aber mit abnehmender Spielzeit mehr und mehr passen. Die Cunewalder beherrschten dank der größeren Geschlossenheit mehr und mehr die Partie. In der zweiten Hälfte lie4fen sie zu Topform auf und ließen keinen Gedanken an eine abermalige Niederlage oder ein enges Ergebnis wie vor Jahresfrist zu. Was nach dem Abpfiff geschah, war nur noch Jubel und Feiern bis in die Nacht hinein, auf dem Rückweg und zu Hause.

Mit den beiden Pokalsiegern schreiben sich zwei neue Teams und Vereine in die Annalen des Sachsen-Pokals ein. Alle Verantwortlichen, Offiziellen, Organisatoren, Helfer und Gäste stuften das diesjährige Finale unter den bislang besten ein. Dank und Anerkennung gab es von allen Seiten für die Teams, den Ausrichter, die Schiris und auch die Fans. Also im nächsten Jahr auf ein Neues in Döbeln.

 

Eberhard Neumann                                                                                                                                                                                        

HVS-Pressewart

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